Dr. Smitaroopa (Smita) Kahali © Kostas Margitudis / MPI-CBG
Postdoktorandin Smitaroopa (Smita) Kahali aus der Forschungsgruppe von Anthony Hyman am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) hat ein Humboldt-Forschungsstipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung erhalten.
Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht dabei die Mikroumgebung in biomolekularen Kondensate besser zu verstehen. Solche Kondensate sind flüssigkeitsähnliche Tröpfchen innerhalb einer Zelle, die sich ohne Membranen bilden und von Zellen zur Organisation vieler interner Prozesse genutzt werden. Smita möchte untersuchen, wie sich die Bedingungen der Mikroumgebung innerhalb der Kondensate verändern, wie sie sich je nach Kondensattyp unterscheiden, wie sie entstehen und aufrechterhalten werden und wie sie die Proteinstruktur, die Proteinaktivität und letztlich die Funktion der Kondensate beeinflussen. Um diese Fragen zu klären, wird sie in erster Linie Fluoreszenzsensoren einsetzen – kleine Molekülsensoren zur Verfolgung spezifischer Moleküle –, wobei sie auf ihre während ihrer Promotion erworbenen Fachkenntnisse in der Sensorentwicklung zurückgreifen wird. Diese Technik wird durch andere orthogonale Verfahren ergänzt – Messungen, die unterschiedliche physikalische Prinzipien nutzen, um dieselbe Eigenschaft derselben Probe zu messen, um so Verzerrungen und Ungenauigkeiten zu reduzieren.
Smita kommt aus Kalkutta (Indien) und hat kürzlich am Tata Institute of Fundamental Research in Mumbai, Indien, in Chemie promoviert. Seit März 2026 ist sie am MPI-CBG tätig, wo sie ihre Forschung in den nächsten zwei Jahren fortführen wird.
Sie sagt:
Mit meinem Hintergrund in der Chemie hatte ich bisher keine Gelegenheit, mich mit biologischen Perspektiven auseinanderzusetzen, aber ich halte es für wichtig, die Komplexität jenseits der chemischen Anwendungen zu verstehen, weshalb ich mich entschlossen habe, in den Bereich der Biologie zu wechseln. Im Hyman-Labor erhalte ich diese neue Perspektive und lerne viel dazu. Außerdem habe ich immer in Großstädten gelebt, daher gefällt mir Dresden, weil es überschaubar und schön ist und alles in der Nähe liegt.
Herzlichen Glückwunsch, Smita!
Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt Forscher aus aller Welt mit dem Humboldt-Forschungsstipendium. Es ermöglicht Postdoktoranden einen langfristigen Forschungsaufenthalt in Deutschland von 6 bis 24 Monaten.