Ramesh Adakkattil. © Anushka Singh
Für Ramesh Adakkattil, Doktorand in der Gruppe von Alexander von Appen am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), war es eine große Ehre, vom 28. Juni bis zum 3. Juli 2026 am 75. Lindauer Nobelpreisträgertreffen teilzunehmen.
Gräfin Bettina Bernadotte, Präsidentin des Vorstands, eröffnete das diesjährige Lindauer Nobelpreisträgertreffen, welches sein 75-jähriges Jubiläum feierte. „Wissenschaft ist im Grunde ein gemeinsames menschliches Unterfangen, wie auch in Alfred Nobels Testament erwähnt. Deshalb lautet unser Jubiläumsmotto: ‚Wissenschaft überwindet Grenzen‘. Seit 75 Jahren zeigt Lindau, dass Neugierde weiter reicht, als es Grenzen zulassen. Die Wissenschaft fragt nicht, woher wir kommen. Sie fragt, was wir gemeinsam entdecken können.“
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident, wandte sich während der Eröffnungsfeier am 28. Juni an die Teilnehmenden und Gäste: „Als Forscherinnen und Forscher überwinden Sie auch Barrieren zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und Generationen, wissenschaftlichen Kulturen, Traditionen und Disziplinen.“
Ramesh Adakkattil sagt: „Ich bin überglücklich und fühle mich geehrt, am 75. Treffen der Nobelpreisträger auf der wunderschönen Insel Lindau teilgenommen zu haben. Es hat mich sehr gefreut, mit Nobelpreisträgern aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen ins Gespräch zu kommen, mehr über ihre wissenschaftlichen Arbeiten und ihren Lebensweg zu erfahren und Inspiration für meine eigene wissenschaftliche Laufbahn zu finden. Für mich war besonders die Zeit, die ich mit den vielen herausragenden und engagierten jungen Forschenden aus verschiedenen Teilen der Welt verbracht habe, die alle eine ähnliche Leidenschaft und Begeisterung für die Wissenschaft teilten. Mit nach Hause nehme ich die Erkenntnis mit, dass Wissenschaft an sich vielleicht nicht jeden Tag lohnend ist, aber wenn sie sich am Ende harter Arbeit, Ausdauer und sorgfältiger Beobachtung durchsetzt, werden sich die guten Tage wirklich gut anfühlen. Wir müssen einfach nur an den Weg glauben!“
Seit der Gründung im Jahr 1951 haben sich die Lindauer Nobelpreisträgertagungen zu einem einzigartigen internationalen wissenschaftlichen Forum entwickelt. Die jährlichen Tagungen bieten Gelegenheit zum Austausch zwischen verschiedenen Generationen, Kulturen und Disziplinen. Einmal im Jahr kommen rund 30 Nobelpreisträger in Lindau zusammen, um die nächste Generation führender Wissenschaftler zu treffen: 600 Studierende, Doktoranden und Postdoktoranden aus aller Welt. Das Thema der Lindauer Treffen wechselt zwischen den drei wissenschaftlichen Disziplinen der Nobelpreise: Physik, Chemie sowie Physiologie und Medizin. Alle fünf Jahre findet ein interdisziplinäres Treffen statt, während das Lindauer Treffen für Wirtschaftswissenschaften alle drei Jahre veranstaltet wird.
Pressemitteilung der Lindau Nobel Laureate Meeting