Erster Workshop zu Laplace-Gleichungen

Das MPI-CBG richtet Veranstaltung zum Thema „ Discrete Laplacians“ für 60 Mathematiker aus

Teilnehmende des Discrete Laplacians Workshop © Katrin Boes / MPI-CBG

Der erste Workshop zum Thema „Discrete Laplacians“ fand vom 22. bis 25. Juni am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) statt und brachte 60 Teilnehmende zusammen, darunter 9 Keynote-Speaker und 22 Vortragende.

Ziel des Workshops war es, verschiedene wissenschaftliche Fachkreise zusammenzubringen, die sich mit den Laplace-Gleichungen und ihren vielfältigen Anwendungen beschäftigen – von der Topologie und Graphentheorie bis hin zur Datenwissenschaft und numerischen Analysis.

Discrete Laplacians kommen in der Mathematik und den angewandten Wissenschaften überall vor. Sie sind ein Schlüsselkonzept für die Verbindung von kontinuierlichen Methoden und Theorien mit ihren diskreten Entsprechungen und bilden die Grundlage für viele moderne Werkzeuge der angewandten Mathematik und Datenanalyse, mit zahlreichen Anwendungen in der Biologie, Physik, den Sozialwissenschaften und anderen Disziplinen.

Zu den Organisatoren dieses Workshops gehörten Karel Devriendt (ehemaliger Postdoktorand in der Gruppe von Türkü Özlüm Çelik), Otto Sumray (Postdoktorand in der Gruppe von Daniela Egas Santander, Ivo Sbalzarini und Anne Grapin-Botton), Yu Tian (Postdoktorand in der Gruppe von Carl Modes und Anne Grapin-Botton) sowie Giulio Zucal (Postdoktorand in der Gruppe von Türkü Özlüm Çelik und Stephan Grill).

Die Organisatoren erklären den Begriff „Laplacian“ als Verweis auf den französischen Mathematiker und Naturwissenschaftler Pierre-Simon Laplace aus dem 18. Jahrhundert. Er untersuchte die Wärmediffusion und die mathematischen Eigenschaften der Gleichungen, die diese Diffusion beschreiben und heute als Laplace-Gleichungen bezeichnet werden. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass diese Gleichungen eine weitaus breitere Anwendbarkeit haben, die über die reine Wärmediffusion hinausgeht, und dass sie beispielsweise zur Beschreibung der Struktur biologischer Netzwerke oder sogar zur Analyse des PageRank-Algorithmus, der der Google-Suchmaschine zugrunde liegt, verwendet werden können.

Einer der Teilnehmer sagte: „Der Workshop war großartig, weil wir verschiedene Perspektiven zu diesem Thema kennenlernen konnten, und die Organisation war sehr gut. Ich freue mich schon auf den nächsten Workshop. Außerdem ist Dresden fantastisch! Die Innenstadt hat mir sehr gut gefallen!“

Veranstaltungswebsite: https://plan.events.mpg.de/event/617/

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