Direktoren

Das MPI-CBG wird von derzeit sechs wissenschaftlichen Direktorinnen und Direktoren geleitet. Gemeinsam mit dem Institutskoordinator (COO) bilden sie das Direktorium. Dieses Gremium arbeitet als Team zusammen und trifft Entscheidungen gemeinsam. 

Die Mitglieder des Direktoriums leiten nicht, wie sonst in Max-Planck-Instituten üblich, eine Abteilung, sondern sind nur für ihre eigene Forschungsgruppe verantwortlich. Alle anderen Forschungsgruppen sind vollkommen eigenständig und keiner Direktorin oder keinem Direktor zugeteilt. Diese einzigartige Struktur mit sehr flachen Hierarchien ist in der Max-Planck-Gesellschaft als “Dresdner Modell” bekannt.

Der geschäftsführende Direktor oder die geschäftsführende Direktorin ist dafür verantwortlich, Entscheidungen des Direktorenkollegiums umzusetzen. Zudem leitet er gemeinsam mit dem Institutskoordinator die Verwaltung. Der geschäftsführende Direktor wird auf zwei Jahre bestimmt.
Das Direktorium trifft sich einmal im Monat, um Strategien zu diskutieren und anstehende Entscheidungen zu treffen. Jede Woche treffen sie sich zu einem Arbeitsessen, bei dem aktuelle Institutsthemen besprochen werden.

Anne Grapin-Botton

Anne Grapin-Botton wurde am 1. Juli 1967 in La Rochelle, Frankreich, geboren. Sie studierte Biologie an der UPMC Universität Pierre und Marie Curie (Paris VI) und schloss 1991 ihr Studium im Bereich Molekular- und Zellpharmakologie ab. 1995 promovierte sie dort mit dem Forschungsschwerpunkt Gehirnentwicklung. Danach arbeitete sie als Postdoktorandin an der Harvard University (Cambridge, USA). 2001 wurde sie Forschungsgruppenleiterin der Gruppe für Pankreasentwicklung und Krebs am ISREC (Schweizerisches Institut für experimentelle Krebsforschung) und danach an der EPFL (Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, Schweiz). Im Jahr 2012 wechselte sie an das Danish Stem Cell Center der Universität Kopenhagen als Professorin für Entwicklungsbiologie. Seit August 2018 ist Anne Grapin-Botton Direktorin am MPI-CBG. Anne Grapin-Botton erhielt bisher mehrere Auszeichnungen und Stipendien, darunter ein Human Frontiers Science Program (HFSP) Long Term Fellowship.

Elisabeth Knust

Elisabeth Knust wurde am 9. Januar 1951 geboren. 1979 promovierte sie in Biologie an der Universität Düsseldorf und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Klinische Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg (1980-1983). Elisabeth Knust war von 1983 bis 1988 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Entwicklungsbiologie der Universität zu Köln und Heisenberg Fellow an der Universität zu Köln und an der University of Boulder, Colorado (1988-1990). Von 1990 bis 1996 war sie Professorin am Institut für Entwicklungsbiologie der Universität zu Köln und wurde 1996 Leiterin des Instituts für Genetik der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf. 2007 wurde sie Nachfolgerin des Gründungsdirektors Kai Simons und somit Teil des Direktoriums am MPI-CBG. 1997 wurde Elisabeth Knust mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet. Von 2009 bis 2013 war sie Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Wieland B. Huttner

Wieland B. Huttner wurde am 15. Februar 1950 in Hannover geboren und studierte Medizin in Hamburg und Oxford. 1976 promovierte er an der Universität Hamburg und arbeitete als Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin sowie an der Yale University. 1981 wurde er Nachwuchsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, und 1985 Forschungsgruppenleiter am European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg. 1985 beendete er seine Habilitation im Fach Physiologische Chemie an der Universität Würzburg. Von 1991 bis 2000 war Wieland Huttner Leiter des Institutes für Neurobiologie der Universität Heidelberg. 1998 wurde er als einer der vier Gründungsdirektoren an das MPI-CBG berufen. Wieland Huttner ist Honorarprofessor für Neurobiologie an der Technischen Universität Dresden und war von 2009-2012 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates der Max-Planck-Gesellschaft.

Gene Myers

Geschäftsführender Direktor (Juli 2017 bis Juni 2019)

 

Gene Myers wurde am 31. Dezember 1953 geboren. 2012 kam er als Gründungsdirektor des Zentrums für Systembiologie Dresden (CSBD) und als Direktor des MPI-CBG an den Standort. Vorher war er Forschungsgruppenleiter am HHMI Janelia Farm Research Campus (JFRC) seit dessen Gründung 2005. Von 2003 bis 2005 war er im Fachbereich Informatik an der University of California, Berkeley, tätig. Davor war er vier Jahre lang Vizepräsident des Bereichs Informatikforschung bei Celera Genomics. 1981 promovierte er im Fach Informatik an der University of Colorado und war dann 17 Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der University of Arizona. 2001 wurde er vom Genome Technology Magazine zum einflussreichsten Bioinformatiker gewählt und 2003 in die National Academy of Engineering aufgenommen. Gene Myers wurde 2004 mit dem internationalen Max-Planck-Forschungspreis ausgezeichnet und in die Leopoldina, die Deutsche Akademie der Wissenschaften, aufgenommen. 2006 erhielt er von der ETH Zürich die Ehrendoktorwürde.

Kontakt zum geschäftsführenden Direktor:
managingdirectormpi-cbg.de

Anthony A. Hyman

Anthony A. Hyman wurde am 27. Mai 1962 in Haifa (Israel) geboren. Er studierte Biologie und Zoologie am University College London und am King’s College in Cambridge, wo er 1987 promovierte. Danach arbeitete er als Postdoktorand an der University of California/San Francisco, 1993 wurde er Forschungsgruppenleiter am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg. 1998 wurde Tony Hyman einer der vier Gründungsdirektoren des MPI-CBG. 2007 wurde er Mitglied der Royal Society und 2011 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2017 erhielt er die Schleiden-Medaille der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Marino Zerial

Marino Zerial wurde am 8. August 1958 in Triest/Italien geboren. Er studierte Biochemie an der Universität Triest, wo er 1982 promovierte. Er arbeitete als Postdoktorand am Institute J. Monod, Paris und ab 1991 als Forschungsgruppenleiter im Zellbiologie-Programm des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg. Marino Zerial ist seit 1998 einer der Direktoren des MPI-CBG.  2008 wurde er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet.

Ivan C. Baines (COO)

Ivan C. Baines ist Institutskoordinator und Mitglied des Direktoriums des MPI-CBG. Er ist verantwortlich für einen reibungslosen Ablauf des Tagesgeschäfts am Institut und ist Leiter der Verwaltung sowie der wissenschaftlichen Serviceeinrichtungen. Er ist zudem für den Bereich Technologietransfer verantwortlich. Vorher war er am National Institute of Health (NIH) in den USA tätig: Er koordinierte dort die Evaluation und Verwaltung der wissenschaftlichen Fachbereiche am National Heart, Lung, and Blood Institut (NHLBI), war dort als Mitglied des Technical Evaluation Board mit der Vergabe von Lizenzen und dem Abschluss von Kooperationsverträgen im Bereich Forschung und Entwicklung befasst. Außerdem begleitete im Rahmen des „Small Business Innovation Research (SBIR)”-Programms den Aufbau von über 100 Start-Up-Unternehmen in den Lebenswissenschaften. Ivan C. Baines war Mitbegründer von Biopolis Consultants in Dresden und als Berater im öffentlichen Sektor beim Aufbau regionaler Biocluster tätig. Er ist Mitglied in einer Reihe von Aufsichtsräten und Fachbeiräten im Biotech-Bereich und hat zahlreiche Artikel in führenden Fachzeitschriften veröffentlicht. Ivan C. Baines promovierte 1988 im Bereich Zellbiologie und Biochemie an der Universität London.

Ehemalige Direktoren

Jonathon Howard: Direktor 2000-2013

Jonathon Howard wurde am 15. August 1957 in Sydney geboren. Nach seinem Studium der Mathematik und seiner Promotion in der Neurobiologie an der Australian National University in Canberra, arbeitete er als Postdoktorand zunächst an der Australian National University, dann an der University of Bristol, und später an der University of California, San Francisco. In Seattle, an der University of Washington, arbeitete er dann von 1989 bis 2001, unter anderem hatte er die Professur für Physiologie und Biophysik inne (1997-2001). Im Jahr 2000 wurde er als Direktor an das MPI-CBG berufen und war hier 13 Jahre lang Teil des Direktoriums und Forschungsgruppenleiter. 2013 nahm er einen Ruf als Eugene-Higgins-Professor für Molekulare Biophysik und Biochemie an der Yale University an.

Kai Simons: Direktor 1998-2006

Kai Simons wurde am 24. Mai 1938 in Helsinki geboren. Nach seinem Medizinstudium an der Universität Helsinki forschte er als Postdoktorand von 1965-1967 an der Rockefeller Universität in New York. Zurück an der Universität Helsinki war er von 1971-1979 Professor im Bereich Biochemie und gleichzeitig Mitglied beim finnischen Forschungsrat für Medizin. Als Forschungsgruppenleiter ging Kai Simons 1975 nach Heidelberg an das European Molecular Biology Laboratory, wo er von 1982-1998 auch das Programm für Zellbiologie koordinierte. 1998 war er einer der Gründungsdirektoren des MPI-CBG. 2006 wurde er emeritiert.