Grundlagenforschung

"Dem Anwenden muss das Erkennen vorausgehen."  Max Planck

Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften ist Deutschlands erfolgreichste Forschungsorganisation auf dem Gebiet der Grundlagenforschung. Die derzeit 84 Max-Planck-Institute betreiben Grundlagenforschung in den Natur-, Bio-, Geistes- und Sozialwissenschaften im Dienste der Allgemeinheit.

Grundlagenforschung will die Welt, in der wir leben, erklären und verstehen. Sie wagt sich an die Grenzen des Wissens und stellt sich große Fragen, um neues Wissen zu generieren – ob durch theoretische Denkmodelle oder praktische Experimente. Angetrieben werden diejenigen, die Grundlagenforschung betreiben, von ihrem Wissensdurst und ihrer Neugier, von der Lust, Neues zu lernen. Oft wird so auch bestehendes Wissen über den Haufen geworfen und durch neue Denkmodelle ersetzt. Grundlagenforschung denkt mit einem sehr weiten Horizont, sie hat weder eine bestimmte Anwendung noch unbedingt die Lösung eines konkreten Problems im Blick – aber sie ist die Grundlage für Innovation.

Da Grundlagenforschung oft nicht von Anfang auf eine konkrete Anwendung abzielt oder sich die Tragweite ihrer Erkenntnisse oft sehr viel später offenbart, wird ihre Wichtigkeit oft verkannt.

Ohne Grundlagenforschung keine Innovation

Bahnbrechenden Entdeckungen in der  Grundlagenforschung können nicht geplant und vorhersagt werden, sondern nur durch möglichst viel Freiheit und Offenheit möglich gemacht werden. Schaut man sich die lange Pipeline an, die die Entwicklung einer Anwendung oder neuer Therapien ausmacht, stehen die Erkenntnisse der Grundlagenforschung ganz am Anfang als erster Impuls – ohne sie wäre Innovation kaum möglich. Prof. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft von 2002 bis 2014, bezeichnete Grundlagenforschung deshalb als "erstes Glied in der Wertschöpfungskette" und hob ihre Rolle als "unverzichtbare Voraussetzung für Innovationen in Forschung und Industrie" hervor.