Rund ums Auge: Brücke zwischen Grundlagenforschung, therapeutischer Anwendung und Selbsthilfegruppen

11. Netzhaut-Informationstag

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Der 11. Netzhaut-Informationstag fand am 9. November 2019 im MPI-CBG statt und begeisterte rund 130 Besucher. Der Tag bietet Patienten, ihren Familien und interessierten Besuchern Informationen über die neuesten Entwicklungen in der Grundlagenforschung, der klinischen Praxis und Forschung sowie neue Möglichkeiten der Selbsthilfe. Im Mittelpunkt stehen Krankheiten wie Retinitis pigmentosa, Makuladegeneration und manifestes Glaukom. Die jährliche Veranstaltung wird gemeinsam vom Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) der TU Dresden, dem MPI-CBG, dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (UKD) und dem Selbsthilfeverein PRO RETINA Deutschland e.V. organisiert.

Eröffnet wurde der Informationstag mit Grußworten von Karin Papp, Vorsitzende des Hilfeverbandes PRO RETINA und Bürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann, Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen der Stadt Dresden. Es folgten Vorträge aus Wissenschaft und Medizin über neue Möglichkeiten der Forschung an stammzellbasierten retinalen Organoiden (Dr. Mike Karl, DZNE/CRTD, Dresden), die Therapieentwicklung bei altersbedingter Makuladegeneration (PD Dr. Boris Stanzel, Augenklinik Sulzbach) und aktuelle Behandlungsmöglichkeiten bei diabetischen Retinopathien (Dr. Dirk Sandner, Augenklinik, UKD). Neben den Vorträgen hatten die Besucher die Möglichkeit, mit Experten an Informationsständen verschiedener Hilfswerke zu diskutieren, sich von Ärzten der Augenklinik des UKD beraten zu lassen, Informationen bei der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig zu bekommen und die Welt aus der Perspektive von Patienten mit Netzhauterkrankungen in einem begehbaren Augenmodell zu erleben. Am Ende der Veranstaltung konnte das Publikum in einem offenen Diskussionsforum an die Referenten des Tages Fragen stellen.

Die vielfältigen Beiträge schlugen eine Brücke zwischen der Grundlagenforschung und der therapeutischen Anwendung und integrieren Perspektiven und die wertvolle Arbeit der Selbsthilfegruppen. Viele der Forschungsansätze haben zum Ziel, Therapien zur Behandlung von Sehbehinderungen zu entwickeln und somit die Lebensqualität Betroffener zu verbessern. Die letzten Jahre haben auch gezeigt, dass viele Menschen mit Sehbehinderungen und deren Angehörige den Retinatag nicht nur nutzen, um von neuesten Ergebnissen der Forschung zu hören, sondern auch um sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und besser zu vernetzen.


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