Imaging-Services und SARS-CoV-2

Richtlinien für den Betrieb von Imaging-Services während einer Pandemie

Copyright: MPI-CBG

In Zeiten einer Pandemie ist der Betrieb von Laboren, in denen Geräte und Arbeitsmittel gemeinschaftlich genutzt werden, eine Herausforderung für Forschungsinstitute. Leiter und Leiterinnen von Imaging-Services in Forschungsinstituten haben sich über diese Herausforderungen und mögliche Lösungen ausgetauscht. Alle sind Mitglieder der German BioImaging-Gesellschaft für Mikroskopie und Bildanalyse e. V. (GerBI-GMB). Der Imaging-Service des MPI-CBG war Teil dieser Gruppe. Es wurde diskutiert, wie gemeinsam genutzte Mikroskope mit minimalem Risiko einer Ausbreitung von SARS-CoV-2 zwischen Nutzern und Mitarbeitern betrieben werden können. Ein kürzlich in der Fachzeitschrift Cytometry A veröffentlichter Artikel enthält eine Reihe von Richtlinien. Darin thematisieren die Leiter und Leiterinnen zum Beispiel wie Abstand gehalten werden kann, Nutzer räumlich und zeitlich getrennt werden können, wie Oberflächen virenfrei bleiben, den Einsatz von Schutzmasken und andere Sicherheitsmaßnahmen.

Diese Richtlinien sollen dazu beitragen, Nutzer und Mitarbeiter, die in einer Umgebung mit geringer Sicherheitsstufe (meist biologische Schutzstufe 1) arbeiten, vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu schützen. Sie basieren auf dem derzeitigen, noch lückenhaften Wissen über dieses Virus. Diese Empfehlungen könnten auch für andere Labore, in denen Geräte und Arbeitsmittel gemeinschaftlich genutzt werden, hilfreich sein.

Originalpublikation

Steffen Dietzel et al.: A Joint Action in Times of Pandemic: The German BioImaging Recommendations for Operating Imaging Core Facilities During the SARS‐Cov ‐2 Emergency. Cytometry A, 24 June, 2020. doi: 10.1002/cyto.a.24178