Förderpreis für Wissenschaftlerinnen

Anne Wuttke ist FOR WOMEN IN SCIENCE-Preisträgerin

Anne Wuttke, "FOR WOMEN IN SCIENCE" - Preisträgerin 2018; © Peter Böttcher/L’Oréal

Anne Wuttke, Postdoc im Forschungslabor von Marino Zerial, ist eine von drei Nachwuchswissenschaftlerinnen, deren Karrieren in diesem Jahr mit dem "FOR WOMEN IN SCIENCE"-Programm gefördert werden. Anne Wuttke ist Mutter von drei Kindern und erforscht grundlegende zellbiologische Prozesse in der Leber, um deren Rolle in der gesunden Leber wie auch im Krankheitsfall besser zu verstehen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem endosomalen System, das der Zelle erlaubt, Bestandteile der eigenen Zellmembran aufzunehmen, zu sortieren und nach Bedarf zurückzuführen oder abzubauen. Die Arbeit von Dr. Wuttke untersucht deren Relevanz im Kontext eines komplexen Organs.

Hinter dem Programm stehen die Deutsche UNESCO-Kommission und L’Oréal Deutschland. Seit zehn Jahren fördern sie in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard herausragende Wissenschaftlerinnen mit Kindern. Jährlich werden drei Preisträgerinnen ausgezeichnet. Diese erhalten jeweils eine finanzielle Unterstützung im Wert von 20.000 Euro. Damit soll ihnen der Alltag ein wenig erleichtert werden: Die Preisträgerinnen erhalten ein Jahr lang 400 Euro im Monat für Kinderbetreuung oder Haushaltshilfe – um neben ihrer Forschung mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können. Zusätzlich werden auch Coaching- und Weiterbildungsmaßnahmen finanziert. 10.000 Euro der Fördersumme fließen an das Institut der jeweiligen Preisträgerin. Dort werden Projekte umgesetzt, die langfristig helfen sollen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, beispielsweise durch die Einrichtung eines Eltern-Kind-Zimmers. 

Eine weitere junge Wissenschaftlerin im MPI-CBG kann sich über ein Stipendium der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung freuen. Elisa Maria Rieckhoff ist Doktorandin im Forschungslabor von Jan Brugués und Mutter eines einjährigen Sohnes. Sie erforscht, wie die Größe von biologischen Strukturen festgelegt ist. Konkret interessiert sie sich für die ersten Zellteilungen eines sich entwickelnden Embryos, während die befruchtete Eizelle sich sehr schnell in immer kleinere Zellen teilt. Die Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung macht es sich zur Aufgabe, begabten Frauen mit Kindern den Berufsweg zur Wissenschaftlerin zu erleichtern. Doktorandinnen und Postdoktorandinnen werden gefördert, indem finanzielle Zuschüsse für Kinderbetreuung und Hilfe im Haushalt zur Verfügung gestellt werden. Damit gewinnen die jungen Mütter mehr Zeit und Flexibilität für ihre wissenschaftliche Arbeit. 

http://www.cnv-stiftung.de

Herzlichen Glückwunsch!