Auszeichnung der American Society for Cell Biology

Anthony Hyman hält die Keith R. Porter-Lecture auf der Cell Bio Virtual 2020

© Sven Döring

Die American Society for Cell Biology verleiht den Keith R. Porter Award an Anthony Hyman, einen der vier Gründungsdirektoren des MPI-CBG. Er wird die Keith R. Porter Lecture auf der Cell Bio Virtual 2020, einer ASCB|EMBO-Tagung, am Mittwoch, dem 9. Dezember um 11:30 Uhr östlicher Zeit (ET) virtuell halten. Diese Vorlesung wurde nach Keith R. Porter, eines der Gründungsmitglieder des ASCB, benannt und wird jedes Jahr von einem angesehenen Zellbiologen auf der ASCB|EMBO-Tagung präsentiert. 

Mit dem Modellorganismus Caenorhabditis elegans hat Hyman dazu beigetragen, dass wir heute besser verstehen, wie sich Zentriolen vervielfältigen, voneinander trennen und die Mikrotubuli-Keimbildung auslösen. Die Hyman-Forschungsgruppe löste auch einige Rätsel des Spindelaufbaus und der Positionierung. In den letzten zwei Jahrzehnten wurde Hyman dafür bekannt, mit C.elegans als Modellsystem die „Bauteilliste“ zu verstellen, die bei verschiedenen zytoplasmatischen Prozessen verwendet wird. Als Hyman gemeinsam mit Clifford Brangwynne und Frank Jülicher am Physiologiekurs von Woods Hole unterrichtete, beobachtete er als einer der Ersten, wie Zellen Phasenseparation nutzen, um flüchtige, nicht membrangebundene Unterkompartimente zu bilden. Wenn man versteht, warum und wie sich diese Kompartimente bilden und auch was passiert, wenn Fehler bei dieser Bildung unterlaufen, könnten neurodegenerative Erkrankungen in Zukunft besser zu verstanden werden.

„Tony Hyman hat grundlegend dazu beigetragen, dass das Mikrotubuli-Zytoskelett und dessen Rolle bei der Zellteilung heute besser verstanden wird. Er ist ein Pionier der Erforschung zellulärer Kompartimentierung durch Phasentrennungsphänomene“, sagt ASCB-Präsidentin Eva Nogales.

Hymans Karriere findet höchste Anerkennung, und erst dieses Jahr wurde er mit dem Wiley-Preis für biomedizinische Forschung und dem NOMIS Distinguished Scientist Award ausgezeichnet. Zudem wurde er in die National Academy of the Sciences gewählt.

„Ich möchte diesen Vortrag meiner Frau Suzanne Eaton widmen, die letztes Jahr verstorben ist. So viele meiner Fortschritte in der Wissenschaft beruhen auf ihrer Liebe und Unterstützung“, sagt Hyman. „Es ist eine große Ehre in der Karriere eines jeden Zellbiologen gebeten zu werden, die Keith Porter-Lecture zu halten“, sagt Hyman.