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Wie das Großhirn groß wurde Geposted am: 30.04.10 13:35, Alter: 2 yrs

Von: Florian Frisch

Max-Planck-Forscher entdecken neuen Stammzelltyp in der äußeren

Keimzone des Gehirns

Auch in Frettchen konnten OSVZ-Vorläuferzellen nachgewiesen werden.

Bei der Gehirnentwicklung von Säugetieren hat die Evolution einen Trick angewandt: Zusätzlich zur Ventrikularzone, die neurale Stammzellen
beherbergt, bildet sich spezifisch im Großhirn eine zweite aus Vorläuferzellen bestehende Schicht, die Subventrikularzone (SVZ) - hier entsteht der Großteil der Nervenzellen der Gehirnrinde.

Bei Primaten einschließlich des Menschen findet man am äußeren Rand dieser Zellschicht, der sogenanten OSVZ, einen neuralen Vorläuferzelltyp, dessen Struktur und Funktion bisher nicht verstanden war. Forscher vom Dresdner Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) haben sich diese Zellen nun genauer vorgenommen und ihre Eigenschaften offengelegt. Das sorgte für einige Überraschungen: Die OSVZVorläuferzellen behalten über einen langen, dünnen Zellfortsatz Kontakt zur Basalmembran an der äußeren Oberfläche des sich entwickelnden Gehirns. Dadurch gewinnen diese Zellen Stammzelleigenschaften und können sich wiederholt teilen und so eine Vielzahl von Nervenzellen produzieren. Dazu, auch das hat das Dresdner Team aufgezeigt, wird das auf den Zellfortsätzen lokalisierte Protein Integrin benötigt. Die Max-Planck-Forscher vermuten, dass so das menschliche Gehirn seine Größe erreicht, die es von den Gehirnen anderer Säugetiere unterscheidet. (Nature Neuroscience, 2. Mai 2010)

ausführliche Pressemitteilung

Zeichnung: Sebastijan Camagajevac