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Dumme Mäuse schaffen sich ab Geposted am: 06.09.10 14:59, Alter: 2 yrs

Von: Florian Frisch

Max-Planck-Forscher entdecken Zusammenhang zwischen Hirngröße und Fruchtbarkeit

Gehirn und Geschlechtsorgane haben völlig unterschiedlichen Aufbau und Aufgaben. Da erstaunt es um so mehr, dass Max-Planck-Forscher aus Dresden und Leipzig jetzt über ein Gen herausgefunden haben, dass es sowohl die Gehirnentwicklung als auch die Funktion von Hoden und Eierstöcken steuert. Bei Mäusen mit einer funktionsbeeinträchtigten Variante des Gens Aspm, die bei Menschen zu einem kleineren Gehirn führt, konnten sie nämlich nicht nur ein kleineres Gehirn beobachten, sondern auch einen starken Rückgang der Fruchtbarkeit – die Keimzellen dieser genetisch veränderten Mäuse waren drastisch reduziert. Als Ergebnis hatten die Mäuse deutlich kleinere Hoden oder unterentwickelte Eierstöcke.

Die Erkenntnisse ergänzen nicht nur das Spektrum der möglichen Auswirkungen bei einem Ausfall von Aspm. Sie geben darüberhinaus auch eine mögliche neue Erklärung, warum sich die Veränderung des ASPM-Gens im Verlauf der Evolution von Primaten bis hin zum Menschen durchsetzen konnte und sich Populationen mit besonders gut funktionierenden ASPM-Formen besser behaupteten: Das scheint weniger widerzuspiegeln, dass diese Populationen ein größeres Gehirn entwickelten, als vielmehr, dass sie fruchtbarer waren. (PNAS Early Edition, 6. September 2010)

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