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HIV/AIDS Forschungspreis 2009 an Frank Buchholz und Joachim Hauber Geposted am: 25.06.09 09:43, Alter: 3 yrs

Von: Florian Frisch

Forscherteam entfernte HIV-1 Erbgut aus infizierten Zellen

Frank Buchholz vom MPI-CBG in Dresden und Prof. Joachim Hauber vom Heinrich-Pette-Institut in Hamburg sind die diesjährigen Preisträger des HIV/AIDS-Forschungspreises der H.W. & J. Hector-Stiftung. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird am 25. Juni 2009 im Rahmen des Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen AIDS-Kongresses SÖDAK2009 in St. Gallen verliehen. Die Forscher werden für ihre gemeinsame Arbeit zur Entfernung von HIV-1 aus infizierten Zellen geehrt, die sie im Jahr 2007 im renommierten Fachjournal Science veröffentlicht hatten (Sarkar et al., 2007 Science 316:1912-15).

Das HI-Virus schmuggelt sein Erbgut in die DNA von körpereigenen Zellen. Nach diesem Bauplan produzieren Immunzellen dann den Erreger und sorgen so für ihren eigenen Untergang. Buchholz und Hauber gelang es erstmals, das HIV-Erbmaterial wieder aus dem menschlichen Erbgut herauszuschneiden. Dazu wurde mit Hilfe der Gentechnik eine spezielle Rekombinase hergestellt - ein Enzym, das wie eine molekulare Schere arbeitet.

Das Projekt wird nun weitergeführt und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der GO-Bio Initiative „Eradikation proviraler HIV-1 DNA aus Patientenzellen“ gefördert. Für die nächsten drei Jahre stehen den Forschern 2,2 Mio Euro zur Verfügung, um erste Schritte von der wissenschaftlichen Idee hin zu einem möglichen marktfähigen Produkt gehen zu können.

Die H.W. & J. Hector-Stiftung engagiert sich in Wissenschaft und Bildung, sie unterstützt soziale Projekte und fördert die biomedizinische Forschung, insbesondere die Erforschung von HIV/AIDS und von Krebserkrankungen. Neben dreijährigen Förderprojekten wird im zweijährigen Abstand der mit 20.000 Euro dotierte Forschungspreis ausgeschrieben.