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Menschenkette in Dresden am 13. Februar
Geposted am: 04.02.11 16:14, Alter: 1 yrs
Erinnern und Handeln. Für ein weltoffenes Dresden.Eine weltoffene, tolerante Stadt – dafür setzt sich das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) an seinem Standort in Dresden ein. Über die Hälfte der Mitarbeiter bildet eine bunte Mischung aus 45 Nationen. Nach dem Mord an Marwa el-Sherbini, deren Mann als Doktorand am Institut arbeitete, bekam das Thema Ausländerfeindlichkeit eine neue Brisanz und mehr Gewicht. Die Oberbürgermeisterin Dresdens, Helma Orosz, besuchte eigens das Institut, um von seinen Mitarbeitern, vor allem den ausländischen, zu hören, wie es ihnen geht, was sie bekümmert, was sich ändern sollte. Eine der Forderungen in diesem Gespräch: Ein deutliches Signal am Tag der Zerstörung Dresdens, dem 13. Februar, für ein friedliches, besonnenes und demutsvolles Gedenken und gegen den Missbrauch der Gedenkkultur durch Neonazis. Das ist nun im vergangenen Jahr geschehen: Bei der ersten Menschenkette gaben sich viele Menschen die Hand, darunter auch viele Mitarbeiter des Instituts; mit ihnen haben sich weitere Gegendemonstranten in vielen Teilen der Stadt friedlich für ein weltoffenes, tolerantes Dresden eingesetzt, gegen eine Instrumentalisierung des Gedenkens durch rechtsradikale Kräfte, gegen Intoleranz und Hass. Marino Zerial, geschäftsführender Direktor am MPI-CBG, sieht dies als eine ermutigende Botschaft: „Wir rechnen der Stadt und ihren Bürgern ihr Engagement und die Deutlichkeit und Schärfe, mit der sie das Problem nun angesprochen haben, hoch an – nur so kann sich eine starke und wehrhafte Demokratie Gewalt, Fremdenhass und Rechtsradikalismus entgegenstellen“. Und auch 2011 gehen die Mitarbeiter des MPI-CBG auf die Straße für ein weltoffenes Dresden. Die Menschenkette soll den gemeinsamen Willen der Dresdner ausdrücken, ihr Erinnern mit dem Bekenntnis zu Frieden, Demokratie und Menschenrechten zu verbinden. Sie soll symbolisch die Dresdner Innenstadt vor dem Eindringen Rechtsextremer schützen. Für eine weltoffene Stadt. Genaue Informationen zum Ablauf entnehmen Sie bitte der Website der Stadt Dresden. Die Menschenkette ist als deutliches Symbol umso erfolgreicher, je mehr Personen sich daran beteiligen. Daher ist es wichtig, dass Sie in Ihrer Familie, bei Ihren Bekannten, Nachbarn und Kollegen dafür werben. Kommen Sie alle! |
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